Allgemeines zu Schluckproblemen

Wir schlucken 1.000-3.000-mal pro Tag1, zum Beispiel beim Essen oder Trinken oder auch nur Speichel. Schlucken ist ein ganz natürlicher, fast unbemerkter Reflex in unserem Körper, der bereits vor der Geburt ausgebildet wird. Am Schluckvorgang beteiligt sind 26 Muskelpaare, die von unserem Gehirn koordiniert werden.

Wenn der Schluckakt nicht mehr reibungslos funktioniert, dann spricht man von einer Schluckstörung oder Dysphagie. Ursachen für eine Schluckstörung können Erkrankungen des Rachens und der umgebenden Strukturen, neurologische Probleme und psychische Störungen sein.

Die wichtigsten Ursachen von Schluckstörungen sind:

  • Störungen im Gehirn, an Nerven oder Muskeln sowie am Rückenmark, z. B. Multiple Sklerose, Schlaganfall, Demenz, etc.
  • Blockaden in Hals, Speiseröhre oder Brustraum, z. B. Entzündungen, Schwellungen, Tumoren, etc.
  • Die Psyche, z. B. Kloßgefühl im Hals
  • Medikamente, z. B. Antidepressiva, Medikamente gegen Demenz, etc.

Schluckstörungen nehmen mit dem Alter zu

Etwa 22% der über 55-Jährigen leiden an Schluckbeschwerden2. Bei Altenheimbewohnern sind es bis zu 50%. Dafür gibt es verschiedene Gründe:

  1. Das Schlucksystem altert. Schlucken fällt schwerer und dauert länger.
  2. Ältere Menschen haben wenig Durst und trinken dadurch nicht genügend. Die Schleimhäute im Mund trocknen aus.
  3. Medikamente verringern die Speichelproduktion zusätzlich.
  4. Fehlende Zähne oder schlechtsitzender Zahnersatz verhindern ein effektives Zerkleinern der Nahrung – das Schlucken wird durch große Nahrungsteile erschwert.

Tabletten schlucken – ein Problem?

Das Thema Tablettenschlucken findet in Arztpraxen und Apotheken oft zu wenig Beachtung. Ärzte wissen häufig selbst nicht, wie groß, klein oder bitter die Tabletten oder Kapseln sind, die sie ihren Patienten verschreiben. Leiden Sie an einer "Schluck-Blockade"? Dann sprechen Sie Ihren Arzt oder Ihren Apotheker darauf an. Gemeinsam können Sie Lösungen finden, die Ihnen zukünftig das Tablettenschlucken erleichtern werden.

Einige Schluckhilfe-Tricks bei Schluckproblemen finden Sie hier

Worin liegt das Schluckproblem bei Tabletten?

Die einen haben eine prinzipielle Abneigung gegen Tabletten, denn sobald die Tablette den Mund berührt, fühlt sich der Hals sofort zugeschnürt an und der Kopf blockiert. Das Schlucken wird zur Qual. Die Tablette verbleibt im Mund, löst sich schon langsam auf und wird oft bitter.
Andere leiden krankheitsbedingt unter Schluckstörungen oder Mundtrockenheit. Auch hier wird jede Tabletteneinnahme zur Tortur, gehört aber oftmals zum Alltag des Betroffenen.

Jeder kann betroffen sein. Probleme beim Tabletten schlucken können von vielen Faktoren abhängen:

  • Der Kopf blockiert und der Schluckreflex scheint auszusetzen
  • Für Kinder wirkt die Tablette extrem groß und sie verweigern die Einnahme
  • Tabletten können sehr rau sein (ein glatter, rutschfähiger Überzug fehlt)
  • Bittere Tabletten sind wie eine Blockade im Hals: Schlecht schmeckende Medizin mag keiner
  • Ein trockener Mund verhindert das Rutschen und Schlucken der Tablette
  • Krankheitsbedingte Schluckstörungen verhindern die Einnahme von Medikamenten

Die Folge: Viele verzichten auf Medikamente oder nehmen Tabletten falsch ein!


1 Benninghoff, Drenckhahn. Anatomie: Makroskopische Anatomie, Histologie, Embryologie, Zellbiologie, Bd. 1, 16. Auflage, 2002.
2 F. Hanke et al.: Konsensuspapier- Bedarfsgerechte Medikation bei neurologischen und geriatrischen Dysphagie-Patienten. MMW-Fortschritte der Medizin Originalien Nr. II/2014, (156. Jg.)

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Anwendung MEDCOAT® Schluckhilfe

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