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Die häufigsten Fehler bei der Tabletteneinnahme

So bitte nicht

Wer ein Medikament verordnet bekommt, muss dieses regelmäßig einnehmen, da es sonst nicht richtig wirken kann.

Doch für viele fängt da das Problem an: Manche Tabletten erscheinen einfach zu groß, um sie schlucken zu können, haben einen bitteren Geschmack oder erwecken den Eindruck, im Hals stecken bleiben zu können. Patienten mit Problemen beim Tablettenschlucken behelfen sich dann gerne mit zweifelhaften Methoden.

Tabletten werden geteilt oder gemörsert

Auch wenn ein Teilen oder Zerkleinern von Tabletten bei den meisten Medikamenten kein Problem darstellt, gibt aus auch welche, bei denen dadurch die Sicherheit und Wirksamkeit beeinträchtigt wird. Manche Tabletten sollen sich erst im Darm auflösen und haben deshalb einen magensaftresistenten Überzug. Durch das Teilen wird der schützende Effekt aufgehoben, das Medikament wirkt nicht wie es soll. Andersherum kann der magensaftresistente Überzug auch den Magen vor einem Wirkstoff schützen, der die Magenschleimhaut angreifen würde. Auch Retardtabletten, die ihre Wirkung über einen längeren Zeitraum abgeben, können durch Teilen oder Mörsern ihre Funktion verlieren. Das Teilen solcher Medikamente sollte daher unterlassen werden.

Auch wenn die Tablette eine Bruchkerbe aufweist, ist das nicht unbedingt eine Garantie dafür, dass sie geteilt werden kann. In einigen Fällen handelt es sich lediglich um Schmuckkerben. Teilen Sie daher Tabletten nur, wenn es im Beipackzettel steht, oder fragen Sie Arzt und Ärztin oder Apothekerin und Apotheker.

Tabletten werden im Essen versteckt

Beispielsweise ist die Einnahme von Gyrasehemmern oder Tetrazyklinen (zählen zu den Antibiotika) zusammen mit Milch bzw. kalziumhaltigen Lebensmitteln eingeschränkt. Der hohe Kalziumgehalt von Milch, Joghurt & Co. verbindet sich mit den Inhaltsstoffen des Präparats. Diese schwerlösliche Verbindung kann nicht, bzw. nur schwer vom Blut aufgenommen werden und wird daher ausgeschieden. Das Medikament kann nicht oder nur eingeschränkt wirken.

Medikamente daher nur im Essen verstecken, wenn in der Packungsbeilage steht, dass sie zum Essen eingenommen werden können. Ideal ist es, jedes Medikament mit einem Glas stillen Wassers einzunehmen. Auch Kaffee, grüner Tee, Cola und Säfte können zur Abschwächung oder Verstärkung einiger Wirkstoffe führen. Mehr zu Wechselwirkungen zwischen Medikamenten und Nahrungsmitteln lesen Sie hier.

Tabletten werden in Wasser aufgelöst, Kapseln geöffnet und der Inhalt in Essen oder Trinken gemischt

Tabletten in Wasser aufzulösen oder Kapseln zu öffnen, um den Inhalt in Essen oder Trinken zu mischen, ist ähnlich problematisch wie das Teilen oder Mörsern. Auch hier ist es ratsam vorher in der Packungsbeilage zu schauen, ob das Teilen der Tablette, bzw. das Öffnen der Kapsel gestattet ist. Wenn Sie unsicher sind, fragen Sie das ärztliche Fachpersonal oder in der Apotheke.

Werden beispielsweise Tabletten oder Kapseln aufgelöst oder geöffnet, die einen Überzug haben, der das Medikament vor dem Kontakt mit der Magensäure schützen soll, kann die Wirkung verloren gehen oder zu stark sein. Beides ist nicht wünschenswert.

Die Medikamente werden gar nicht genommen

Mit Abstand der größte Fehler! Ihnen wurde das Medikament verschrieben oder empfohlen, um den Gesundheitszustand zu verbessern. Ein Nicht-Einnehmen wird im besten Fall keine Besserung und im schlimmsten Fall eine Verschlechterung der Symptome verursachen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Ärztin des Vertrauens oder mit dem Apothekenpersonal, wenn Sie den Eindruck haben, dass Sie die Tabletten oder Kapseln nicht schlucken können. Manchmal kann eine andere Darreichungsform, z. B. in Form von Saft oder Tropfen gewählt werden. Gibt es keine andere Darreichungsform, helfen Techniken zur Unterstützung beim Schlucken von Tabletten oder MEDCOAT® Schluckhilfe.

Die Lösung für Schwierigkeiten beim Tablettenschlucken: MEDCOAT® Schluckhilfe